Läufigkeit der Hündin

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Zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat setzt normalerweise die Erste Läufigkeit ein. Bei kleinen generell früher als bei großen Rassen. Die meisten Hündinnen werden alle sechs bis sieben Monate läufig, wobei es aber auch rassebedingte und individuelle Unterschiede (4 bis 12 Monate) geben kann.

Der Sexualzyklus ist in 4 Phasen unterteilt.

Mit dem Beginn der Vorbrunst (Proöstrus) kommt es zu einem Anschwellen der Vulva und dem Austritt von blutigem bis fleischwasserfarbigem Sekret, welches die Hündin für Rüden attraktiv macht. Eine Deckbereitschaft ihrerseits ist jedoch noch nicht gegeben. Die Dauer der Vorbrunst beträgt durchschnittlich 9 Tage.

Ihr schließt sich die Brunst (Östrus) an, welche von Deckbereitschaft der Hündin und Fruchtbarkeit gekennzeichnet ist. Der Scheidenausfluss wird jetzt klar, eventuell leicht schleimig und die Hündin „präsentiert“ sich den Rüden. Die Phase der Brunst dauert im Durchschnitt 9 Tage. Zusammen mit der Vorbrunst wird sie als Läufigkeit bezeichnet.

Unser Rat: Die Hündin ist in diesen 3 Wochen strikt an der Leine zu führen, und wenn ihr Garten nicht hermetisch abgeriegelt ist, lassen sie ihre Hündin in diesem auch nicht unbeaufsichtigt! Sowohl Rüde wie auch Hündin legen große Kreativität, Eifer und Zielstrebigkeit an den Tag um an ihr Ziel zu kommen.

Hieran schließt sich der Metöstrus an, in dessen Verlauf über eine Dauer von 9 – 12 Wochen Rückbildungs- und Regenerationsvorgänge an der Gebärmutter erfolgen.

In der vierten Phase (Anöstrus) fehlt jegliches Anzeichen sexueller Aktivität. Dieser Abschnitt dauert je nach individuellem Läufigkeitsintervall etwa fünf bis zehn Monate.

Achtung! Alle zeitlichen Angaben sind Durchschnittswerte, sie sollen nur eine ungefähre Orientierung bieten. Sollten Sie sich nicht sicher sein bzw. Fragen haben, wenden sie sich an ihren Tierarzt!

Was, wenn doch?

Falls es doch zum Deckakt kommt, darf man sie nicht auseinander ziehen oder wie es manche tun, mit einem Kübel kaltem Wasser beglücken. Das ist Tierquälerei!!! Eine gewaltsame Trennung kann schwerwiegende Verletzungen nach sich ziehen!

Beim Deckakt des Hundes kommt es zum bemerkenswerten Verhalten des „Hängens“. Auf die Penetration der Hündin hin kommt es zu einer starken Anschwellung des sogenannten „Knotens“ (anatomisch Bulbus glandis) des Rüden, welcher die verdickte Basis der Eichel mit einem Schwellkörper darstellt. Dies hat den Effekt, dass der Penis „verkeilt“ wird und sich die beiden Tiere nicht voneinander trennen können. Folglich steigt das männliche Tier nach der Ejakulation von seiner Partnerin herunter und dreht sich im Regelfall um 180°, so dass beide Tiere über eine Dauer von bis zu 30 Minuten mit den Hinterteilen einander zugewandt verbunden bleiben. Das Hängen verschafft den Spermien einen Vorsprung vor jenen nachfolgender Rüden.

Sollte dieses Szenario dennoch passieren, muss man sich gezielt überlegen ob man die Hündin abspritzen möchte oder ob man viel Zeit und Geld investiert um die Welpen gemeinsam mit der Hündin aufzuziehen. Die Liste was man alles bedenken muß ist riesengroß, denn neben dem „da haben sie dann was zum knuddeln“ und „ach wie süß“ gibt es noch viel dazwischen!

  • prägen und zu sozialisieren
  • Tonnenweise Wäsche zu waschen
  • sich die Nächte um die Ohren zu schlagen
  • die kleinen Wichte alle 2 Stunden mit der Flasche zuzufüttern (selbstverständlich auch nachts)
  • passende Menschen für „ihren“ Welpen zu finden
  • Tierarztkosten